Medieninformation der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Görlitz zum Hauseinsturz
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Görlitz und der Polizeidirektion Görlitz vom 23. Juni 2026
Kriminaltechnische Untersuchungen zum Hauseinsturz in Görlitz abgeschlossen
Bezug: Gemeinsame Medieninformationen der Staatsanwaltschaft Görlitz und der Polizeidirektion Görlitz vom 7. Juni 2026 und vom 8. Juni 2026
Am Freitag, dem 19. Juni 2026, wurden die umfangreichen und aufwändigen kriminaltechnischen Untersuchungen am eingestürzten Haus auf der James-von-Moltke-Straße in Görlitz beendet. Die zeitweise stillgelegten Gasrohrleitungen wurden sachverständig geprüft und für den regulären Betrieb wieder freigegeben. Die Wiederherstellung des betroffenen Gebäudes und der Statik der umliegenden Häuser obliegt den jeweiligen Eigentümern. Wann die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist derzeit nicht absehbar.
Die ersten gutachterlichen Feststellungen verdichten den Verdacht, dass als Ursache des Unglücks eine Explosion eines Gas-Luft-Gemisches anzusehen ist. Ein Defekt an den Gasleitungen der Stadtwerke Görlitz ist nach bisherigen Erkenntnissen als Auslöser für die Explosion auszuschließen.
Die anspruchsvollen kriminaltechnischen Untersuchungen des komplexen Spurenmaterials insbesondere auf DNA-, Daktyloskopie- und Formspuren sowie die Erstellung der beauftragten Sachverständigengutachten werden geraume Zeit beanspruchen. So wurden beispielsweise sämtliche Teile der – ausschließlich im Keller des eingestürzten Gebäudes befindlichen – Gasinstallation gesichert. Diese werden nun durch das Landeskriminalamt Sachsen als 3D-Modell rekonstruiert, um zu prüfen, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass an Abschnitten des Leitungssystems im Kellergeschoss vor der Explosion manipuliert worden war oder ob lediglich Beschädigungen als Folgen der Explosion an den Teilen der Gasinstallation festzustellen sind.
Durch den öffentlichen Zeugenaufruf vom 7. Juni 2026 gingen bislang elf Hinweise ein, die allesamt geprüft worden sind. Sie helfen vor allem dabei, die Bewegungsbilder der beiden Tatverdächtigen am Tage des Unglücks weiter zu vervollständigen. Es wird fortwährend auf die Mithilfe der Öffentlichkeit gesetzt, um dieses Ziel zu erreichen.
Im Wege der Rechtshilfe mit der Republik Polen wurden durch die Staatsanwaltschaft Görlitz weitere Ermittlungsersuchen an das Nachbarland gestellt. Erste Ergebnisse liegen vor. Es wurden Telefonverbindungsdaten übermittelt.
Die Ermittlungen dauern weiter an und werden nach wie vor ergebnisoffen geführt. Klarstellend wird, da es diverse Anfragen diesbezüglich gab, dazu erklärt, dass wegen Menschenhandels nicht ermittelt wird.
Weitere Auskünfte können derzeit nicht erteilt werden.
Pressemitteilung der Polizei vom 7.06. 21.30 Uhr
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1097783
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft zur Ursache dauern weiter an und gehen in alle Richtungen.
Ermittlungen und Festnahme
Die den laufenden Einsatz begleitenden Ermittlungen führten zwischenzeitlich zur Festnahme von zwei Personen, die im Verdacht stehen, die Rohrleitungen im Einsturzhaus beschädigt und/oder manipuliert zu haben.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.
Das Wort Sprengstoff ist dabei im Tatbestand nur beispielhaft genannt. Zur Erfüllung des Tatbestandes reicht jede plötzliche Ausdehnung von Gasen oder Dämpfen aus, die eine plötzliche Kraftentfaltung bewirkt. Es kommt also rein auf den physikalischen Vorgang der Explosion an, nicht auf das verwendete Material.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 27-jährigen polnischen sowie einen 33-jährigen afghanischen Staatsangehörigen.
Beide befinden sich in anderer Sache – also nicht wegen der hier verfahrensgegenständlichen Tat – in Untersuchungshaft.
Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die beiden Tatverdächtigen in den Montagnachmittagsstunden des 18. Mai 2026 im Bereich der Stadt Görlitz an der Augustastraße, Emmerichstraße, Kleine Konsulstraße, Konsulstraße, Theodor-Körner-Straße, Schillerstaße und James-von-Moltke-Straße unterwegs und befanden sich auf der Suche nach stehlenswertem Gut. Dabei hatten sie es unter anderem auf Fahrräder, Schrott sowie Buntmetalle abgesehen.
In diesem Zusammenhang prüften sie an diversen Haustüren, ob sich diese öffnen ließen, um in die Hausflure beziehungsweise Keller zu gelangen. Inzwischen ist bekannt, dass sich die beiden Männer auch Zutritt zum Haus James-von-Moltke-Straße 21 verschafften. Was nach dem Betreten des Anwesens in diesem passierte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Diese sind durch den Einsturz des Gebäudes und die zunächst erforderliche Beräumung des Trümmerfeldes erschwert. Bisher ist daher die Begehung der Kellerräume noch nicht möglich.
Öffentlichkeitsfahndung
Bei der James-von-Moltke-Straße handelt es sich um eine größere Straße, die viel befahren und begangen das Stadtzentrum von Görlitz mit den südlich gelegenen Stadtteilen verbindet und für Fahrten aus und in Richtung Zittau genutzt wird. Zudem befindet sich unweit des eingestürzten Hauses eine Bushaltestelle.
Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Bevölkerung, insbesondere auch Touristen, die die Stadt besuchten, bei den weiteren Ermittlungen zum Tatverdacht gegenüber den beiden Personen um Mithilfe. Die Tatverdächtigen sollen wie folgt bekleidet gewesen sein:
Tatverdächtiger 1 Bartosz K.:
Beschreibung zur Person:
– Größe: 177 cm
– äußere Erscheinung: osteuropäisch
– Gestalt: hager / schlank
– Haarfarbe / -schnitt: dunkelbraun, glatt, kurz
– Augenfarbe: braun
– scheinbares Alter: 25
– besondere Merkmale: leicht sichtbares Tattoo unter rechtem Auge, Motiv: Kreuz
Beschreibung der Bekleidung vom 18.05.2026:
– Basecap , schwarz mit gelbem »Löwenkopf – Logo«, Aufschrift: »Holtendorfer Spielvereinigung e.V.«
– Jacke, schwarz mit Reißverschluss, Logo: MK
– Pullover, schwarz, goldener Schriftzug »Boss Hugo Boss«
– Jogginghose, schwarz, goldener Seitenstreifen, Aufschrift »Hugo«
– Turnschuhe, schwarz mit weißer Sohle, helles Nike – Zeichen an Außenseite
Tatverdächtiger 2 Zolmai K.:
Beschreibung zur Person:
– Größe: 175 cm
– äußere Erscheinung: nordostafrikanisch
– Gestalt: hager / schlank
– Haarfarbe /-schnitt: schwarz, glatt, kurz, Geheimratsecken
– Augenfarbe: braun
– Vollbart, getrimmt
– scheinbares Alter: 35
– besondere Merkmale: sichtbare Narbe am Kopf, linksseitig / hinten
Beschreibung der === mutmaßlichen === Bekleidung vom 18.05.2026:
– Basecap, schwarz mit schwarzem »Panther – Kopf« – Logo mit gelben Augen in rotem Hintergrund
– schwarze Kapuzenjacke
– weißes oder grünes T – Shirt
– schwarze oder blaue Hose (Jeans oder Jogginghose)
– Turnschuhe, weiß – blau (Petrol), Marke: Puma
Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tatverdächtigen am Montag, den 18. Mai 2026 im Bereich der Innenstadt Görlitz aufgehalten beziehungsweise bewegt haben. In diesem Zusammenhang könnte es auch zu Grenzübertritten (Zgorzelec/Görlitz) gekommen sein. Zur Veranschaulichung dient der Kartenausschnitt.
Die Polizei bittet die Öffentlichkeit darum, bei der Beantwortung nachfolgender Fragen behilflich zu sein:
Wer hat die abgebildeten Personen am Montag, den 18. Mai 2026, zwischen 13 und 18 Uhr, im oben angegebenen weiträumigen oder sogar im unmittelbaren Tatortbereich – einzeln oder gemeinsam – gesehen?
Wer hat am Montag, den 18. Mai 2026, eine der abgebildeten Personen mit den markanten Basecaps an der James-von-Moltke-Straße wahrgenommen?
Wer hat die abgebildeten Personen – einzeln oder gemeinsam – am Montag, den 18. Mai im Stadtgebiet von Görlitz gesehen, getroffen oder gesprochen?
Wer hatte zwischen dem 18. und 29. Mai 2026 Kontakte (direkt, fernmündlich oder per Messenger) zu einer oder beiden der abgebildeten Personen? Was wurde kommuniziert?
Wer hat am Montag, den 18. Mai 2026, zwischen 13 und 20 Uhr, Videoaufnahmen an der James-von-Moltke-Straße und/oder der Emmerichstraße in Görlitz – insbesondere im Bereich des Einsturzobjektes – angefertigt? Diese mögen bitte der Polizei zur Verfügung gestellt werden.
Wer betreibt im oben angegebenen weiträumigen Tatortbereich Videoanlagen und kann Aufnahmen vom Montag, den 18. Mai 2026, zur Verfügung stellen?
Wer hatte am Montag, den 18. Mai 2026, zwischen 13 und 20 Uhr, im Bereich der James-von-Moltke-Straße, Emmerichstraße und Konsulstraße in Görlitz Fahrzeuge mit Dash-Cams abgeparkt und kann deren Aufnahmen liefern?
Wer ist am Montag, den 18. Mai 2026, mit seinem Fahrzeug grenzüberschreitend (Zgorzelec/Görlitz) an der Stadtbrücke in Görlitz, möglicherweise zum Tanken, unterwegs gewesen und kann Dash-Cam-Aufnahmen zur Verfügung stellen?
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Görlitz unter der Rufnummer 03581 468 5000 entgegen.
Hinweise in Form von Fotos und Videos können über das Hinweisportal der Polizei Sachsen unter dem Link
hochgeladen werden.
https://sn.hinweisportal.de/
Auslobung
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Verurteilung der Täter führen, haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5.000 Euro ausgelobt.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, können bis auf Weiteres keine weitergehenden Auskünfte erteilt werden.
Stand 3. Juni 2026 - Kriminaltechniker im Einsatz
Die
rund um den Hauseinsturz in Görlitz dauern an und gehen weiterhin in alle Richtungen. Der Einsatzort ist nach wie vor abgesperrt. Die kriminaltechnischen Untersuchungen waren bislang unterbrochen. Eine Spezialfirma war bis heute damit beauftragt, die statischen Gegebenheiten zu prüfen. Die Giebelwände konnten nun gesichert werden. Jetzt wird der Schutt nach und nach abgetragen und gesichert. Aktuell kommen Kriminaltechniker und Sachverständige zum Einsatz. Ein Sachverständigen-Gutachten zur Einsturzursache wurde in Auftrag gegeben.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Laut den vorläufigen Obduktionsergebnissen erlagen die drei Verstorbenen traumatisch bedingten Verletzungen, die sie im Zusammenhang mit dem Einsturz des Gebäudes erlitten. Belegt ist auch die Vitalität zum Zeitpunkt des Eintritts der Verletzungen. Alle drei Verstorben konnten inzwischen auch zweifelsfrei identifiziert werden.
Nach dem Hauseinsturz auf der James-von-Moltke-Straße hat die
von der Polizei und den beteiligten Behörden die Freigabe erhalten, die Gasversorgung für die Gebäude zwischen Emmerich- und Schillerstraße wiederherzustellen. Ab dem 04.06.2026 beginnen die Baumaßnahmen unterhalb der Unglücksstelle in Höhe der Querstraße. Dadurch werden die Gebäude Querstraße 13 und James-von-Moltke-Straße 19 wieder an die
angebunden. Aufgrund der laufenden Trümmerbeseitigung muss eine Seite der Unglücksstelle für Räumungsfahrzeuge freigehalten werden. Daher können die Arbeiten für den oberen Teil der James-von-Moltke-Straße (Hausnummern 22 und 24) erst nach Abschluss der Baumaßnahmen an der Querstraße beginnen.
Analog zu Phase 1, werden die betroffenen Gebäude ebenfalls an die Parallelleitung angeschlossen. Die Bauteams werden mit vollem Einsatz an der Errichtung der Hausanschlüsse arbeiten. Die erfolgreiche Anbindung dieser Gebäude an die Parallelleitung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Normalisierung der Situation nach dem tragischen Hauseinsturz auf der James-von-Moltke-Straße.
Die Stadtwerke Görlitz AG bedankt sich bei den betroffenen Bewohnern für ihre Geduld und Verständnis während dieser Arbeiten.
Stadtwerke Görlitz AG
Gasversorgung
Stand 26. Mai 2026 Görlitzer Verkehrsbetriebe - Rückkehr zur ursprünglichen Linienführung bei den Linien B und D
Ab sofort wird die Umleitung der Linie B über die Berliner Straße aufgehoben. Die Linienführung kehr dann zur bereits vorher gültigen Umleitung über die Dr.-Kahlbaum-Allee zurück. Neu ist, dass diese Umleitung nun für bede Fahrtrichtungn gilt. Die Haltestellen "Emmerichstr." und "Mühlweg" werden in beiden Richtungen nicht bedient. Entsprechend sind Ersatzhaltestellen nun in beiden Richtungen eingerichtet: in der Schützenstraße und in der Dr.-Kahlbaum-Allee.
Der D-Bus verkehrt wieder regulär bis zur Haltestelle "Hochschule/Stadthalle".
Stand 23. Mai 2026
Die Stadtwerke Görlitz haben die Wiederversorgung mit Gas für die 9 abgestellten Gebäude im Bereich zwischen Blumen- und Emmerichstraße erfolgreich abgeschlossen. Die zweite Phase (Anbindung der übrigen Gebäude zwischen Emmerich- und Schillerstraße) sowie die dritte Phase (Wiederinbetriebnahme der Hauptleitung) können wegen laufender Ermittlungen und notwendiger Trümmerbeseitigung derzeit noch nicht beginnen. Mehr Informationen dazu
gibt es hier.
Stand 22. Mai 2026
Der Bergungseinsatz ist beendet. Aufgrund Sicherungs- und Aufräumarbeiten sowie der Wiederherstellung der Gasversorgung kommt es in diesem Bereich weiterhin zu Verkehrseinschränkungen.
Einige Bereiche konnten jedoch auch schon wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Die James-von-Moltke-Straße bleibt komplett gesperrt.
Die Sperrung der Blockhausstraße ist aufgehoben. Schillerstraße und Dr.-Kahlbaum-Allee sind als Einbahnstraße Richtung Grenze wieder befahrbar.
Der Einreiseverkehr von Polen kann ab Dienstag auch wieder in die Gegenrichtung über die Dr.-Kahlbaum-Allee fahren.
Im Zusammenhang mit dem Pfingstreiseverkehr werden Reisenden jedoch auch weiterhin die Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder und Ludwigsdorf empfohlen.
Die Anwohner der bislang noch gesperrten Häuser der James-von-Moltke-Straße 28, 29 und 30 ab können sich ab sofort bei Einsatzkräften an den Absperrungen melden. Sie dürfen in ihre Wohnung zurückkehren.
Die Hausnummern 20 und 22 sind weiterhin nur kurzfristig betretbar.
Für die weiteren Aufräumarbeiten sind Spezialkräfte erforderlich. Diese werden voraussichtlich ab dem kommenden Dienstag zum Einsatz kommen.
Die Stadtwerke treffen Vorkehrungen für eine schnellere Wiederversorgung und informieren unter nachfolgendem Link:
https://www.stadtwerke-goerlitz.de/aktuelles/stadtwerke-goerlitz-treffen-vorkehrungen-fuer-eine-schnellere-wiederversorgung
Gegen 17 Uhr wurden die Suchmaßnahmen erneut unterbrochen, da die Einsatzkräfte unter dem Schüttgut einen menschlichen Körper fanden. Der eingesetzte Notarzt konnte lediglich den Tod feststellen. Nachdem Beamte der Kriminalpolizei sowie der Kriminaltechnik Spuren gesichert haben, konnte die Leiche aus den Trümmern geborgen werden.
Update vom 21. Mai 2026 21:25 Uhr:
Bei dem Verstorbenen handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen mit deutsch-bulgarischer Staatsangehörigkeit. Die zweifelsfreie Identifizierung des Mannes steht momentan noch aus. Die Polizei informierte die Angehörigen über die Geschehnisse.
Die weitere Spurensuche soll Aufschluss über die Ursache des Einsturzes geben. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Die Beräumung der Einsatzstelle und den damit Verbundenen Einschränkungen dauern weiterhin an.
Dritte Leiche aus den Trümmern geborgen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Leichnam wurde im Kellerbereich entdeckt. Die Identifizierung gestaltet sich laut Polizei deshalb schwierig, weil auf dem Körper die enorme Last des Schuttes lastete. Der Tote wird nun in der Rechtsmedizin untersucht.
Update vom 21. Mai 2026 19:00 Uhr:
Gegen 14 Uhr fanden die Einsatzkräfte eine weitere verschüttete Person. Die Suchmaßnahmen wurden daraufhin unterbrochen. Ein hinzugezogener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nachdem weitere Trümmerteile um die Person herum beräumt wurden, konnte diese geborgen werden.
Update vom 21. Mai 2026 16:11 Uhr:
Die Kriminalpolizei sowie Kriminaltechniker kamen erneut zum Einsatz und sicherten Spuren. Die Beamten konnten die aufgefundene Person als die 26-jährige vermisste rumänische Staatsangehörige identifizieren. Seelsorger setzten gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Octavian Ursu und dem Polizeiführer die Angehörigen über die Geschehnisse in Kenntnis.
Die Suchmaßnahmen wurden zeitgleich mit der Beendigung der Bergung der Verstorbenen wieder aufgenommen, um auch die dritte Person auffinden zu können.
Nach dem Einsatz eines Personensuchhundes am späten Mittwochabend fanden die Einsatzkräfte gegen 22:30 Uhr eine verschüttete Person unter den Trümmern. Daraufhin wurden die Suchmaßnahmen zunächst unterbrochen. Ein Notarzt kam zum Einsatz. Dieser konnte nur noch den Tod feststellen. Anschließend entfernten die Kameraden der Berufsfeuerwehr die Trümmer um die Person herum, damit sie geborgen werden konnte.
Update 21. Mai 2026 7:50 Uhr:
Die Kriminalpolizei und Kriminaltechniker kamen zum Einsatz, sicherten Spuren und nahmen die Ermittlungen auf. Die Beamten identifizierten die gefundene Person als die 25-jährige Vermisste aus Rumänien. Der Polizeiführer informierte gemeinsam mit Oberbürgermeister Octavian Ursu und einem Seelsorger die Angehörigen.
Noch während die Verstorbene geborgen wurde, gingen die Suchmaßnahmen in einigen Bereichen des eingestürzten Hauses weiter. Schließlich konnten die Arbeiten wieder im vollen Umfang aufgenommen werden. Ein Personensuchhund kam erneut zum Einsatz, damit die Kräfte die Suche so gezielt wie möglich an den angezeigten Stellen fortsetzen und so auch die übrigen vermissten Personen finden können.
Die Suche nach den drei Vermissten läuft weiterhin mit voller Kraft. Neben Rettungskräften der Berufsfeuerwehr aus Görlitz und Zgorzelec, dem THW, dem Katastrophenschutz mit DRK und Maltesern, der Polizei, dem Kriseninterventionsteam und Kolleginnen und Kollegen der Stadtwerke und der Görlitzer Verkehrsbetriebe sind auch die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Heute wurden zusätzlich zu den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Görlitzer Stadtgebiet auch Kameradinnen und Kameraden aus Pfaffendorf und Markersdorf hinzugezogen, um den Einsatz zu unterstützen.
Update vom 20. Mai 2026, 14:45 Uhr:
In der Nacht zu Mittwoch konnte das Gas abgestellt werden. Während dieser Zeit mussten die Suchmaßnahmen aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Aktuell finden noch Stützmaßnahmen an der Seitenwand zum rechten Nachbarhaus statt. Anschließend werden die Einsatzkräfte mit der Suche nach den vermissten Personen fortfahren.
Update 20. Mai 2026 5:53 Uhr:
Auch am heutigen Tag ist im gesamten Stadtgebiet von Görlitz mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Reisenden in Richtung Polen werden Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder sowie Ludwigsdorf empfohlen.
Nachdem zunächst 54 Menschen aus den umliegenden Häusern evakuiert werden mussten, können jetzt erste Anwohner wieder in ihre Wohnungen, nachdem die Feuerwehr erste Häuser wieder freigegeben hat.
Update vom 19. Mai 2026 17:06 Uhr:
Gesperrt bleiben müssen weiterhin die Häuser mit den Hausnummern 20, 22, 28, 29 und 30. Alle anderen zunächst evakuierten Gebäude sind wieder freigegeben. Bewohner müssen sich bitte an den Absperrungen bei der Polizei melden und legitimieren.
Die Bewohner der Häuser, die aktuell weiter gesperrt bleiben müssen, können in Begleitung von Einsatzkräften persönliche Gegenstände aus ihren Wohnungen holen. Sie müssen sich dazu am Infopunkt Moltke-Straße Ecke Kahlbaum-Allee melden.
Da Fragen aufkommen, ob zivile Hilfe, beispielsweise Unterkünfte, benötigt werden: Die Suche nach den vermissten Personen hat derzeit oberste Priorität. Die Rettungskräfte arbeiten unermüdlich. Wie lange der Rettungseinsatz noch dauern wird, lässt sich derzeit schwer sagen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Einsatz mindestens bis in die Abendstunden dauert, womöglich auch länger.
Update 19. Mai 2026 14:50 Uhr:
Insgesamt wurden 54 Menschen evakuiert. Für alle wurden Unterkünfte organisiert. Die Menschen sind größtenteils bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Vier Menschen sind derzeit in der Villa Ephraim untergebracht. Es werden also vorerst keine zivilen Unterkünfte benötigt. Aktuell werden auch keine Sachspenden benötigt. An einer Möglichkeit, den Betroffenen per Geldspende zu helfen, wird derzeit gearbeitet.
Die Rettungseinsatz- und insbesondere die Suchmaßnahmen nach den vermissten Personen dauern an. Bei diesen soll es sich nach aktuellem Stand um zwei Frauen, im Alter von 25 und 26 Jahren mit rumänischer Nationalität sowie einen Mann im Alter von 48 Jahren mit deutscher und bulgarischer Nationalität handeln.
Update 19. Mai 2026 10:41 Uhr:
Mittlerweile konnten Ermittler zwei der fünf Vermissten ausfindig machen. Sie sind wohlauf und befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus. Die Suche nach weiteren Personen dauert an.
Update 19. Mai 2026 00:46 Uhr:
Bis auf weiteres ist im gesamten Stadtgebiet von Görlitz mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Reisenden in Richtung Polen werden Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder sowie Ludwigsdorf empfohlen.
Reisende in Richtung Deutschland:
Komunikat Komendy Policji w Görlitz w związku z zawaleniem się budynku - Zgorzelec - Oficjalny Serwis Miasta
Aktuelle Meldungen der Polizei unter:
https://www.polizei.sachsen.de/de/medieninformationen_pdg.htm
Gegen 17:30 Uhr sind bei der Rettungsleitstelle und der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße in Görlitz war komplett eingestürzt.
18. Mai 2026
Ob und wie viele Personen sich zu dem Zeitpunkt in dem mehrstöckigen Gebäude aufgehalten haben, wird derzeit geprüft. Aktuell sind fünf Personen nicht zu erreichen. Spezialisten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sind dazu im Einsatz. Umliegende Gebäude wurden evakuiert.
Die betroffene Straße ist derzeit zwischen der Emmerichstraße und der Dr.-Kahlbaum-Allee voll gesperrt. Die Polizei bittet, sich nicht in den Sperrbereich zu begeben und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
Zur Ursache des Einsturzes wird die Kriminalpolizei nach Abschluss der Rettungsarbeiten Ermittlungen führen.
Die Einsatzmaßnahmen werden aller Voraussicht nach auch mindestens am morgigen Dienstag fortdauern.
Oberbürgermeister Octavian Ursu vor Ort
Das tragische Unglück macht uns sehr betroffen: In der James-von-Moltke-Straße ist, vermutlich durch eine Gasexplosion, ein bewohntes Haus eingestürzt. Derzeit werden mehrere Personen vermisst.
:
Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Kriseninterventionsteam, THW und Stadtwerke sind vor Ort. Eine Rettungshundestaffel ist angefordert. Der Fokus liegt auf der Suche der vermissten Personen.
Die Bewohner der umliegenden Häuser werden in einem Bus der Görlitzer Verkehrsbetriebe betreut. Ein Statiker macht sich derzeit ein Bild von den angrenzenden und gegenüberliegenden Häusern.
Wir bitten alle, die Rettungskräfte ihre - sicher noch länger andauernde - Arbeit machen zu lassen und nicht zu spekulieren, bis gesicherte Informationen vorliegen.
Informationen der GVB: Umleitungen/Ausfälle bei den Linien B und D
Aufgrund der Straßensperrungen in der östlichen Innenstadt gilt für die Buslinien B und D bis auf Weiteres Folgendes: Der B-Bus verkehrt direkt zwischen Demianiplatz und Südausgang via Berliner Straße und bedient dabei die Haltestellen "Postplatz" (Richtung Rauschwalde ca. '12/'32/'52; Richtung Virchowstraße ca. '8/'28/'48 sowie "Hospitalstraße" (Richtung Rauschwalde ca. '13/'33/'53; Richtung Virchowstraße ca. '7/'27/'47). Die Haltestellen "Berufsschulzentrum", "An der Landskronbrauerei", "Emmerichstraße" und "Mühlweg" entfallen.
Der D-Bus verkehrt nur bis zum Busbahnhof bzw. setzt erst dort ein Richtung Klingewalde. Die Haltestellen "Bahnhof", "Schillerstraße", "Blumenstraße" und "Hochschule/Stadthalle" entfallen.
Informationen der Stadtwerke Görlitz AG
Die Stadtwerke Görlitz sind zutiefst betroffen über den tragischen Hauseinsturz auf der James-von-Moltke-Straße, der sich am Montagnachmittag vollzogen hat.
Da der Zugang zum Hausanschluss des eingestürzten Gebäudes aufgrund von Trümmern und Schutt nicht möglich ist und die komplexe Verzweigung des Gasnetzes in diesem Bereich eine Herausforderung bei der Abschaltung darstellt, ist eine einfache Trennung der Leitung nicht möglich. Daher werden die Stadtwerke gemeinsam mit regionalen Tiefbaufirmen in den nächsten Stunden an 3 strategischen Standorten Gräben ausheben und dort Absperrungen (Blasen) setzen, um die Gasversorgung flächendeckend sicher zu unterbrechen. Die Anwohner der umliegenden Gebäude müssen mit einem vorübergehenden Gasausfall rechnen. Wann die Gasversorgung wiederhergestellt werden kann, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zuverlässig prognostizieren – dies ist abhängig von den Bedingungen vor Ort. Die Abschaltung hat zur Folge, dass weder warmes Wasser noch Heizwärme zur Verfügung stehen. Eine Ersatzversorgung ist leider nicht möglich. Um die Anwohner zu unterstützen, hat die Stadtverwaltung Görlitz mit dem NEISSE-Bad Görlitz Dusch- und Wärmemöglichkeiten eingerichtet.
Die Stadtwerke bitten die betroffenen Bürger um Verständnis für diese notwendige Sicherheitsmaßnahme. Der Schutz aller Anwohner und der Einsatzkräfte hat oberste Priorität. Die Maßnahme ist unerlässlich, um Gasaustritte und damit verbundene Gefahren auszuschließen.
Informationen unter
.
Um weitere Gefahren auszuschließen und die Sicherheit aller Anwohner und Einsatzkräfte zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Görlitz zusammen mit den Einsatzkräften entschieden, die Gaszufuhr in dem betroffenen Gebiet vorsorglich abzustellen.
www.stadtwerke-goerlitz.de
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Hauseinsturz auf der James-von-Moltke-Straße in Görlitz ist am Montagnachmittag vollzogen.
- Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft haben gemeinsame Medieninformationen über den Einsturz veröffentlicht.
- Die umfangreichen kriminaltechnischen Untersuchungen sind abgeschlossen.
- Die zeitweise stillgelegten Gasrohrleitungen wurden sachverständig geprüft und für den regulären Betrieb wieder freigegeben.
- Die Wiederherstellung des betroffenen Gebäudes und der Statik der umliegenden Häuser obliegt den jeweiligen Eigentümern.
- Der Einsturz hat zu mehreren Verletzten und Vermissten geführt.
- Die Polizei und die Feuerwehr sind vor Ort und führen Rettungs- und Suchmaßnahmen durch.
- Die Stadtwerke Görlitz haben die Gasversorgung in der Nähe des Einsturzes abgestellt.
- Die Anwohner der umliegenden Gebäude müssen mit einem vorübergehenden Gasausfall rechnen.
- Die Abschaltung hat zur Folge, dass weder warmes Wasser noch Heizwärme zur Verfügung stehen.
Es ist jedoch zu beachten, dass KI-generierte Inhalte trotz aller Bemühungen um Aktualität und Richtigkeit gelegentlich Unvollständigkeiten oder Ungenauigkeiten enthalten können. Wenn Sie Fragen zur Richtigkeit der Informationen haben oder zusätzliche Klarstellungen wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsteam. Wir schätzen Ihr Verständnis und bemühen uns stets, Ihnen zuverlässige und wertvolle Informationen zu bieten.
registrierung.regiowerbung.info